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2015

Samstag, 5. Dezember 2015 – 19:30 Uhr
Leonin und Perotin Die ersten Meister der Musik

mit Dr. Bernhard Morbach

Die um 1200 an der Kathedrale von Notre Dame de Paris wirkenden Komponisten sind die ersten, die in der abendländischen Musikgeschichte aus der Anonymität hervortreten. In mehreren Handschriften sind ihre Werke zu uns gekommen. Es sind ein- bis vierstimmige geistliche Kompositionen, die an den hohen Festtagen des Kirchenjahres – insbesondere zu Ostern – zur Zier der Gottesdienste in der neuen gotischen Kathedrale erklangen.
Heute ist diese Musik interpretatorisch erschlossen, wobei es gelungen ist, eine Fülle von zeitgenössischen Quellen über ihre historische Aufführung zu erschließen. Mittelalterliche Ohrenzeugen bezeichnen die Werke Leonins und Perotins als höchst extravagant und kapriziös. Jenseits der ursprünglichen liturgischen Sinngebung ist gerade dieser Ausdruckswert auch ein Faszinosum für den Musikhörer unserer Zeit.

 



Sonntag, 29. November 2015 – 16:00 Uhr
Auf der Reise durch die Welt der Töne

Weihnachtliches Konzert mit Lesung

mit
Giedre Lutz
und Ihren Schülern aus ihrem Unterricht
und dem Vorleser
Wolfgang Unterzaucher

Anmeldung erwünscht

 



Sonntag, 22. November 2015 – 16:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Lichterfelde, die letzten 150 Jahre

 



Samstag, 14. November 2015 – 00:00 Uhr
Großer Kunst und Sammlermarkt

im Steglitz – Museum

alle Termine:
Sonnabend,14.11.2014 14:00 – 19:00h
Sonntag, 15.11.2014 11:00 – 18:00h


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Samstag, 7. November 2015 – 19:30 Uhr
Chansonabend mit der ChansonNette und Angela Stoll am Klavier

Neu im Programm!!!!


ChansonNette
Fotografie: Oliver Betke

begleitet am Klavier von: Angela Stoll

Berlin mit deinen frechen Feuern
Berlinerinnen – sie waren und sind die Inspiration! Was man über sie wissen sollte und wie sie alle Kunstrichtungen beeinflussten. Mit Geist und Berliner Witz- von 1900 bis heute.

Die waschechte Berliner Chanson- Nette Jeannette Urzendowsky plaudert und singt, am Piano begleitet von Angela Stoll, anknüpfend an die laufende Ausstellung „Lichterfelde die letzten 150 Jahre“ im Heimatmuseum Steglitz gibt es an diesem Abend viel über Berliner Leben und Frauenpersönlichkeiten dieser Metropole zu erfahren.

 


 

Mittwoch, 4. November 2015 – 18:00 Uhr
Lydia Rabinowitsch-Kempner (1871-1935)

mit Sabine Krusen

„Die Ärztin und Frauenrechtlerin“
Lydia Rabinowitsch-Kempner (1871-1935).

Ein Ehrengrab hat sie ebenfalls in Lichterfelde. Doch gearbeitet hat die berühmte Bakteriologin und erste Berliner Professorin in mehreren Ländern Europas, nachdem sie ihr Studium nur in der Schweiz hatte absolvieren können.
Als erste Frau gab sie mit der „Zeitschrift für Tuberkulose“ eine Fachzeitschrift heraus und wies die Übertragung der Tuberkelbazillen durch infizierte Kuhmilch nach.
Der berühmte Robert Koch hatte sie zwar angestellt, aber unbezahlt. Ihre Verdienste pflegte er nicht hervorzuheben.
1920 übernahm Rabinowitsch-Kempner das Bakteriologische Institut am renommierten städtischen Kankenhaus Moabit in Berlin.
Auf Grund ihrer jüdischen Herkunft wurde sie, wie viele ihrer Kollegen, 1934 zwangspensioniert oder aus dem Beruf vertrieben. Ihre Kinder konnten sich noch aus Nazi-Deutschland retten.
Der Sohn Robert Kempner war später Chefankläger bei den Nürnberger Prozessen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lydia_Rabinowitsch-Kempner

Anmeldung erwünscht

 



Sonntag, 25. Oktober 2015 – 16:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Lichterfelde, die letzten 150 Jahre

 



Freitag, 23. Oktober 2015 – 19:30 Uhr
Heinrich Schütz (1558-1627) – Vater der deutschen Musik –

Vortrag von Dr. Bernhard Morbach

Zeitgenossen waren sich der überragenden künstlerischen Qualität des sächsischen Hofkapellmeisters bewusst, weshalb sie ihm den oben zitierten Ehrentitel verliehen.
Dass sein Schaffen heute im Medium Rundfunk und im Konzertleben kaum beachtet wird, ist sicher der Tatsache geschuldet, dass fast ausschließlich geistliche Musik von Schütz überliefert ist, die man angeblich nur schwer in dieser säkularisierten Welt »an den Mann« bringen kann.
Aber Schütz’ Werke verströmen keine fromme Betulichkeit, sondern sind mit der größtmöglichen musikalischen Prachtentfaltung verbunden, zu der die Musik in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundert fähig war, was in erster Linie dem Repräsentationsbedürfnis des
kurfürstlichen Hofes in Dresden geschuldet ist.

 



Mittwoch, 21. Oktober 2015 – 18:00 Uhr
Der Wandervogel in Steglitz

Vortrag mit Sabine Krusen
Stadtführerin und Expertin für Frauen- und jüdische Biografien
Der Wandervogel in Steglitz
Gertrud Classen (1905 – 1974)
eine Biographie

Gertrud Classen war 1924-1926 Bundesführerin des Wandervogel-Mädchenbundes. Parallel wandte sie sich den bildenden Künsten zu, einem der Berufe, für dieFrauen hohe Hürden zu überwinden hatten. Allerdings bot Classens Heimatstadt Königsberg einige positive Besonderheiten bezüglich dieser Ausbildung. Gertrud Classen war seit früher Jugend politisch aktiv in untrschiedlichen Bereichen, wie im Wandervogel, im Leninbund und im Geheimapparat der Kommunisten.
In der Zeit des Zweiten Weltkriegs trat sie im Widerstand gegen den NS in Erscheinung.
Was ist heute belegbar über ihre unterschiedliche, politische Verbands- und Untergrundarbeit? Welche Widersprüche und Lücken in ihrem Lebenslauf zeigen sich 40 Jahre nach ihrem Tod?
Und wie verlief Classens Nachkriegsentwicklung in der DDR? Wie wird die Künstlerin heute rezipiert?https://de.wikipedia.org/wiki/Gertrud_ClassenAnmeldung erwünscht

 



Sonntag, 18. Oktober 2015 – 16:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Lichterfelde, die letzten 150 Jahre

 



Samstag, 17. Oktober 2015 – 19:30 Uhr
Geteilte Leidenschaft: Mathematik und Musik

mit Albrecht G?ndel-vom Hofe

„Alles ist Zahl“ soll Pythagoras einst gesagt haben. Der Gelehrte von der Insel Samos gilt als der Begründer der mathematischen Analyse der Musik. „Für mich beruht die Ästhetik der Musik auf der Logik der Mathematik“, so Albrecht Gündel-vom-Hofe, der im „Brotberuf“ Mathematikprofessor ist und sich in seiner Freizeit als Pianist, Organist, Komponist und Arrangeur betätigt. Ihm ist es ein Bedürfnis, die Struktur im Chaos zu suchen. Die Zuhörerinnen und Zuhörer dürfen sich auf einen spannenden Vortrag mit Musik freuen.

 



Sonntag, 11. Oktober 2015 – 16:00 Uhr
Das Winterhilfswerk als Kriegsvorbereitung

mit Peter Melcher

neuer Termin!

Im Sommer 1933, etwa ein halbes Jahr nach Hitlers Machtübernahme, startete der Reichspropagandaminister Goebbels eine Kampagne, die großsprecherisch ein „soziales Hilfswerk mit grandiosen Ausmaßen“ in Aussicht stellte. Nach dem Willen Adolf Hitlers sollte in diesem Winter niemand hungern und frieren. Immerhin gab es trotz erster wirtschaftlicher Erfolge weiterhin eine Million erwerbsloser Menschen, denen ohne zusätzliche Hilfe der gesamten Nation Not und Krankheit drohte. Im Fokus auf Steglitz werden in diesem Vortrag die organisatorischen und propagandistischen Mittel der Hitler-Diktatur verdeutlicht, die mit massivem Druck und einem emotionalen Trommelfeuer das erste WHW (Winterhilfswerk) aufstellten. Auf der Basis früherer Wählerwerbung, die die NSDAP vor 1933 zur stärksten Partei in Steglitz gemacht hatte, wo sie zusammen mit der rechtskonservativen DNVP eine absolute Mehrheit besaß, gelangen große Mobilisierungerfolge mit Appellen an die opferbereite Volksgemeinschaft. Die stete Forderung nach „Opfern“ statt Spenden erwies sich langfristig als Einübung im Verzicht und Verlust für den bereits geplanten, im September 1939 ausgelösten Krieg.

Referent: Peter Melcher

 


Sonntag, 11. Oktober 2015 – 11:00 Uhr
Unbekanntes Giesensdorf

Führung durch Armin Woy

Vor mehr als 700 Jahren wurde Giesensdorf zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Wenngleich auch mit der Vereinigung mit Lichterfelde im Jahre 1878 der Name Giesensdorf fast in Vergessenheit geriet, so spielte der Ortsteil in der Entwicklung des heutigen Bezirks eine wesentliche Rolle.
Beispielsweise war die Steglitzer Kirchengemeinde lange Zeit eine Filiale von Giesensdorf. Auf dem Giesensdorfer Gebiet, heute Lichterfelde Ost und Süd, befinden sich zahlreiche Baudenkmäler und historische Orte ebenso wie die ehem. Wohn- und Wirkungsstätten bekannter Persönlichkeiten und Kuriositäten.
Die Führung endet am S-Bhf. Lichterfelde Süd

Die Teilnahme ist nur Gehtüchtigen empfohlen.
Dauer: ca. 2 Stunden

 



Dienstag, 6. Oktober 2015 – 19:00 Uhr
Jüdische Miniaturen

Jean Pierre Adolphe Erman
Neubegründer der Ägyptologie aus SteglitzVortrag & Buchpräsentation mit dem Autor Thomas L. Gertzen



Adolf Erman
(1854–1937) war der Spross einer französisch-schweizerischen Refugié-Familie, dessen Großvater Paul in die Familie Itzig einheiratete. Als Nachfolger Richard Lepsius’ auf dem Lehrstuhl für Ägyptologie an der Berliner Universität hatte Erman zeitweilig die Leitung über das Ägyptische Museum, die Zeitschrift für Ägyptische Sprache und Altertumskunde und das Ägyptische Wörterbuchvorha­ben an der Berliner Akademie inne. Zusätzlich war er an der Gründung und Aufsicht über das Deutsche Institut für Ägyptische Altertumskunde in Kairo und der Deutschen Orientgesellschaft beteiligt. Der durch ihn bewirk­te Paradigmenwechsel hat die deutsche Ägyptologie nachhaltig geprägt. Kurz vor seinem Tod erfuhr er aufgrund der rassisti­schen Gesetzgebung der Nati­onalsozialisten eine tiefe Demü­tigung durch seinen Ausschluss aus der Fakultät.

Die Familie Erman hat im Süd­westen Berlins zahlreiche Spuren hinterlassen: die Wohnhäuser von Adolf und seinem Bruder Wilhelm Erman in der Peter- Lenné-Straße 36 und der Lep­siusstraße 94, das Ehrengrab Ermans auf dem Waldfriedhof Dahlem oder die Ermanstraße in Steglitz-Zehlendorf.

Vortrag und Buch bieten einen Überblick über Leben und Werk dieses Forschers, der zu den bedeutendsten Vertretern seiner Disziplin zählt und als Be­gründer der Berliner Schule der Ägyptologie in die Geschichte eingegangen ist.

Dr. Thomas L. Gertzen ist Ägyptologe und Wissen­schaftshistoriker. Seit März 2014 forscht er in einem DFG-geför­derten Projekt zur ,,Bedeutung von Judentum und Konfessionali­tät für die Geschichte der Ägyp­tologie im deutschsprachigen Raum“ am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam.

 



Sonntag, 4. Oktober 2015 – 15:00 Uhr
Der Teltowkanal und seine Geschichte

Eine abwechslungsreiche Tour durch Lichterfelde mit Dipl.-Ing. Clemens Scheel

Eine Wasser- Wege- Wanderung

Eine Führung mit Dipl.-Ing. Clemens Scheel
Kurzbeschreibung:
Eine Tour zu verschwundenen Orten und die Bedeutung der Wasserwirtschaft. Stationen:
Der Teltow und seine Quellen, Wasserwerk Lichterfelde, Giesensdorfer Upstall, Giesensdorfer See, Teltower See, Rieselfelder, Abwasser-Pumpwerk Lichterfelde, der Teltow- Kanal / Problemzonen beim Bau, Einfluss auf Grund- und Schichtenwasser.
Treffpunkt:
15.00 Uhr Lanke-Quelle bei der Ratswaage
Lankwitz,
(Cecilien-/Amalienstrasse)
(Nachzügler : ca. 15.30 Uhr S-Bahnhof
Lichterfelde Ost Jungfernstieg)
Ende: Krahmersteg/ Gutspark Lichterfelde
Länge: ca. 9,5 km (zügigen Schrittes, auch mit
Fahrrad möglich)
Dauer
: ca. 2,5 Stunden



Samstag, 3. Oktober 2015 – 19:30 Uhr
Nicht bedient, sondern abgefertigt

mit Fr. Dr. Katona-Strümpel

Die Schauspielerin Daphna Rosenthal liest aus dem Buch
„Nicht bedient, sondern abgefertigt“
von Dr. Marianna Katona-Strümpel
Begleitung: Gabriela Strümpel, Cello und Andreas Lisius, Piano

Die ungarisch-amerikanische Autorin erzählt von den Erfahrungen, die sie in Berlin und an der deutsch-deutschen Grenze gesammelt hat. Ihre Schilderungen umspannen 27 oder 28 Jahre, in denen die Berliner Mauer Ost und West trennte. Humorvoll beschreibt sie problematische Grenzüberquerungen, die sie mit ihrem deutschen Mann und ihren Kindern bei Verwandtenbesuchen und Ausflügen in die DDR sowie bei Transitreisen erlebte. Diese persönlichen Geschichten stehen stellvertretend für ähnliche Erfahrungen unzähliger anderer Menschen. In der Ausstellung „Lichterfelde, die letzten 150 Jahre“ nimmt Lichterfelde in der zweigeteilten Stadt Berlin, als einem von der Mauer umzogenen Ort, eine wichtige Rolle ein. So liegt es geradezu in der Sache selbst, dass es Lichterfelder Freunde sind, denen eine Begleitung der Lesung in Wort und Ton mehr als nur eine Freundschaft bedeutet, denn sie sprechen über eine Zeit gemeinsamer Erlebnisse, die es zu ertragen galt.

Anmeldung erwünscht

1 Veranstaltung in der Presse:
Stadtrand Nachrichten Bizarres und Komisches beim innerstädtischen Grenzübertritt|514Link

 


Freitag, 2. Oktober 2015 – 19:30 Uhr
Wasser für die Vororte – Eine Reise in den Untergrund (1850 – 1928)

mit Dipl.-Ing. Clemens Scheel

Infrastruktur wird einem heute nur noch selten bewusst, zumal sich fast alle Einrichtungen unsichtbar im Untergrund verbergen. Dabei haben auch diese eine spannende Geschichte zu erzählen. Für die Entwicklung der ärmlichen Dörfer auf der Teltow-Hochebene zu prosperierenden Vorort-Gemeinden von Berlin spielte dabei das Wasser eine zentrale Rolle. Schon bald wurde klar, dass die großzügige Versorgung der neuen Siedlungsgebiete mit Wasser ein weitaus größeres Problem schuf, nämlich, wie man das viele zusätzliche (Ab-)Wasser wieder loswurde. Um 1900 stank es stellenweise zum Himmel, insbesondere in den noblen Gegenden wie Groß-Lichterfelde. Aber der Zeitgeist war „modern“ und der technische Fortschritt enorm.
Weitsichtige Politiker und findige Ingenieure fanden Lösungen, die einem auch heute noch Respekt einflößen. Das „Jahrhundertprojekt Teltowkanal“ war nur eines davon, aber ohne dieses hätte sich der Berliner Süden ganz anders entwickelt. Referent: Dipl.-Ing. Clemens Scheel Freiberuflicher Ingenieur für Abwassertechnik und Technischer Consultant, lebt und arbeitet in Berlin-Lichterfelde.

 



Samstag, 26. September 2015 – 19:30 Uhr
Carl Stumpf

Ein vergessener Gelehrter?


Carl Stumpf

ist 1894 an die Berliner Universität auf den Lehrstuhl für Philosophie berufen worden mit der Verpflichtung, „die Direction des zu errichtenden Seminars für experimentelle Psychologie zu führen“. Mit seinen vielfachen Forschungen und Arbeiten – angefangen mit den Untersuchungen zur „Raumvorstellung“ und der zweibändigen „Tonpsychologie“ – hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Psychologie von einer Teildisziplin der Philosophie zur empirischen, experimentellen, modernen Psychologie weiter zu entwickeln. Seine Hauptwirkungszeit umfasst 42 Jahre in Berlin bis zu seinem Tod 1936. Aus dem ursprünglichen „Seminar“ hatte er bis zu seiner Emeritierung 1921/22 das „Berliner Psychologische Institut“ zu einer der leistungsfähigsten experimentalpsychologischen Lehr-und Forschungsstätten in der Welt ausgebaut. Er war Wegbereiter der Gestaltpsychologie, die von seinen Schülern und Mitarbeitern Max Wertheimer, Wolfgang Köhler, Kurt Koffka und Kurt Lewin ausgearbeitet wurde. 1900 gründete er das Berliner Phonogrammarchiv, das mit seinen schnell wachsenden Sammlungen außereuropäischer Musikaufnahmen mit dem Edison-Phonographen in kurzer Zeit Weltgeltung erlangte. Heute ist das Archiv mit über 150.000 Aufnahmen Weltkulturerbe.

Im Zusammenhang mit dem Archiv war Stumpf der Begründer der vergleichenden Musikwissenschaft (Musikethnologie). Für seine hörpsychologischen und hörpathologischen Untersuchungen erhielt Stumpf den medizinischen Ehrendoktor. Mit dem Oberlehrer Dr. Kemsies gründete er den „Verein für Kinderpsychologie“, der den Anfang der angewandten Psychologie markiert. Ihm zu danken ist die Förderung der Anthropoidenstation auf Teneriffa, wo sein Schüler Wolfgang Köhler die nachmalig berühmt gewordenen „Intelligenzprüfungen“ an Menschenaffen vorgenommen hat. Stumpfs Forschungen spielten für das Militärwesen eine wichtige Rolle (Schallmesstechnik, Richtungshören) und sie legten den Grundstein für weiterführende Entwicklungen, etwa in der Rundfunk-, Telephonie- und Telegraphietechnik. Als Mitglied der Akademie der Wissenschaften war er, zeitweise federführend, in den Kommissionen für die Kantausgabe, die Leibnizausgabe und in der Ausgabe „Denkmäler Deutscher Tonkunst“ sowie an der Herausgabe der Schriften von Wilhelm Diltheyund Friedrich Schleiermacher beteiligt. Es ließe sich die Aufzählung seines immensen wissenschaftlichen Wirkens mühelos fortsetzen und die Liste der vielen öffentlichen Ehrungen, die Carl Stumpf erhielt, anfügen. Eine Frage bleibt, warum ein zu seiner Zeit anerkannter Gelehrter von solchem Rang nach seinem Tod abrupt kaum noch Beachtung gefunden hat und die Auseinandersetzung mit seinen Leistungen erst allmählich wieder aufgenommen wurde. Die Beschäftigung mit dieser Forscherpersönlichkeit im Rahmen der jüngeren Wissenschaftsgeschichte ist mindestens anregend – aufregend ist sie ohnehin.



Mittwoch, 23. September 2015 – 18:00 Uhr
Die Schauspielerin Henny Porten (1890-1960)

mit Sabine Krusen

Hintergründe zu Ausstellungsthemen: Die Schauspielerin Henny Porten (1890-1960)
„Man mache Henny Porten zum Reichspräsidenten!“, hieß es 1921. Auf einen weiblichen Präsidenten warten wir immer noch. Henny Porten wurde es nicht – aber sie ist immerhin als eine der großen deutschen Diven bei Stumm-, Tonfilm und Theater in die Geschichte eingegangen. Kaum den Kinderschuhen entwachsen, schrieb sie außerdem Drehbücher mit ihrer Schwester und ihrem Vater. Später betrieb sie auch eine eigene Produktionsfirma.
Bis 1933 soll sie in Deutschland die meistbeschäftigte Schauspielerin gewesen sein. Inzwischen ist sie ein wenig in Vergessenheit geraten, geehrt jedoch in verschiedenen Berliner Bezirken durch Gedenktafeln, einen Straßennamen, ein Ehrengrab …

Wie aber verlief ihre Jugend, wie erlangte sie Bildung, noch bevor das preußische Mädchenschulwesen reformiert und damit endlich modernisiert wurde? Wie waren ihre Kontakte zu berühmten Kolleginnen? Was verursachte ihren „Karriereknick“ ab 1932? Und warum spielte die Westberlinerin ihre letzten großen Rollen in DEFA-Filmen?



Samstag, 19. September 2015 – 19:30 Uhr
Lieder- und Klavierabend

mit Cristiane Roncaglio u. Giedre Lutz

Wenn sich das Feuer brasilianischen Gesangs mit lyrisch litauischem Klavierzauber vermischt, dann entsteht eine Symbiose der Musik zwischen der Sopranistin Cristiane Roncaglio und der Pianistin Giedre Lutz,
die von der Spätromantik bis zur Moderne reicht.


Cristiane Roncaglio
studierte Gesang an der Hochschule für Musik und schöne Künste von Parana-Brasilien, in der Klasse von Prof. Neyde Thomas . 2003 kam sie nach Deutschland und studierte Kammergesang unter Roman Trekel an der Hochschule für Musik Hanns Eisler und absolvierte das Diplomexamen im April 2007.
http://www.cristianeroncaglio.com/


Giedre Lutz
studierte im Konservatorium in Klaipéda Musik mit dem Hauptfach Klavier. 1997 legte sie das Staatsexamen mit Auszeichnung ab. Danach folgte ein Studium an der Musikakademie in Vilnius, das sie 2003 mit dem Master abschloss. Erfolgreich unterrichtet sie in einem eigens entwickelten Lehrkonzept.
http://giedre.de/

Werke brasilianischer und litauischer Musiker zeichnen den Konzertabend aus.

Heitor Villa-Lobos
ist der international bekannteste Komponist klassischer brasilianischer Musik. Seine Werke spiegeln den Einfluss der Folklore wider, die mit der europäischen Kolonialisierung des Landes seit 1500 verknüpft ist. Musikalische Rhythmen verschleppter afrikanischer Sklaven, aber auch die der indigenen Urbevölkerung, verleihen seinen Werken Farbe und Klang. Waldemar Henrique wurde in Belém do Pará in Brasilien mit portugiesischer als auch indianischer Herkunft geboren. Er bereiste den amazonischen Regenwald und begann sich mit indigener Kultur und Folklore auseinanderzusetzen, die in seinem Werk ihren Ausdruck fand.

Ronaldo Miranda, geboren 1948 in Rio de Janeiro, ist ein brasilianischer Komponist, dessen Werke häufig auf Festivals für zeitgenössische Musik in Brasilien, Spanien, Österreich, Deutschland und Ungarn aufgeführt wurden. 1977 gewann er den ersten Preis bei der zweiten Biennale für zeitgenössische brasilianische Musik.

Mikalojus Konstantinas Ciurlionis
war ein litauischer Komponist und Maler, dessen Werke in der Spätromantik wurzeln. Seine späteren Werke zeichnen sich durch stark ausgeprägte polyphone schöne Formen aus, mit einem Hang zum (Neo-)Klassizismus.

Balys Dvarionas war ein litauischer Komponist, Pianist und Dirigent spätromantischer Tonsprache. Die Volksmusik Litauens, verbunden mit nordisch–elegischer Tendenz, prägte sein Schaffen. Seine musikalisch traditionelle Haltung konnte er nach der Aufnahme Litauens in dieSowjetunion mit den Vorgaben des staatlich erwünschten sozialistischen Realismus verbinden.



Sonntag, 13. September 2015 – 16:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Lichterfelde, die letzten 150 Jahre



Samstag, 12. September 2015 – 19:30 Uhr
Jean-Philippe Rameau, Ein Nachtrag zum 250. Todestag des Komponisten

mit Dr. Bernhard Morbach

Man sollte sich vergegenwärtigen, dass Rameau, der seine Karriere „nur“ als Organist begann, zu den bedeutendsten Komponisten des 18. Jahrhunderts zählt. In seinem Werk kam die französische Barockmusik zu einer glanzvollen Vollendung. Obwohl er geschickt italienische Elemente in ihn verwob, blieb Rameaus Stil grundsätzlich der französischen Musiksprache verpflichtet. Er komponierte Opern, Ballettopern, Ballette, Kantaten und Grands Motets, klanglich voluminöse geistliche Kantaten.

Auf der Grundlage des reichen und interpretatorisch vorzüglichen CD-Materials kann man einen differenzierten Eindruck der Musikwelt Rameaus vermitteln.



Samstag, 5. September 2015 – 19:30 Uhr
Liedzyklus von Johannes Brahms (Auszüge)

Die schöne Magelone“ ist ein Liederzkyklus von Johannes Brahms aus dem Jahr 1861.
Dem Zyklus liegt die „Wundersame Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence“ von Ludwig Tieck zugrunde, die er 1797 schrieb und die dann Teil seines unvollständig gebliebenen Buches „Phantasus“ (mit dem Untertitel „Eine Sammlung von Märchen, Erzählungen, Schauspielen“) wurde.

Die Geschichte handelt von Peter, einem Grafen aus der Provence, und Magelone, der Tochter des Königs von Neapel. Beide verlieben sich ineinander. Da aber Magelone durch ihre Eltern bereits einem anderen „versprochen“ ist, fliehen Peter und Magelone heimlich vom Hof. Auf dieser Flucht gerät Peter in die Gefangenschaft des türkischen Sultans, dessen Tochter Sulima sich in Peter verliebt. Schließlich gelingt Peter die Flucht. Nach einer jahrelangen Irrfahrt findet er Magelone wieder und heiratet sie.

Die 15 von Johannes Brahms vertonten Gedichte (nebst einigen weiteren, nicht vertonten Gedichten) sind in den Text Geschichte integriert. Da eine Aufführung des gesamten Zyklus einschließlich der Rezitation der Erzählung schon zeitlich den Rahmen eines (heutigen Hörgewohnheiten entsprechenden) Konzertes sprengen würde, umfasst dieses Konzert eine Auswahl von 10 Liedern aus dem Zyklus.
Die Lieder werden durch eine stark gekürzte Zusammenfassung der Geschichte miteinander verbunden.


Thomas Kolkmeyer und Michael Börgers
haben sich 2008 als Duo zusammengefunden und musizieren seitdem regelmäßig gemeinsam.
Sie haben verschiedene Programme erarbeitet und aufgeführt (z. B. Goethelieder ; Schwanengesang).

Für beide ist die Musik ein wesentlicher Teil ihres Lebens, aber nicht ihr Beruf. Thomas Kolkmeyer ist Informatiker, Michael Börgers Jurist.



Sonntag, 30. August 2015 – 11:00 Uhr
150 Jahre Max und Moritz

mit Hilke Dethlefs und Wolfgang Unterzaucher

Wilhelm Busch
(1832 bis 1908)


* In welcher Zeit wuchs er auf
* Wie sah sein beruflicher Werdegang aus?
* Wovon lebte er?
* Wer waren seine Freunde?
* Was tat er wenn er nicht zeichnete?
* Wie ging er mit der liebe um?
* Wie ging er mit seinem Ruhm um?

„Ich bin kein Weiberhasser,
auch trink ich lieber Wein als Wasser“Hilke Dethlefs
unterhält sich mit dem unbekannten Wilhelm Busch und
erzählt die Enstehungsgeschichte von Max und MoritzWolfgang Unterzaucher
liest Briefe und Lyrik



Samstag, 29. August 2015 – 16:00 Uhr
Paul Lincke und Robert Stolz

Das Trio Drei Rosen

Das Trio „Drei Rosen“ bestehend
aus Holger Gläser (Tenor), Stephan Schmidt (Geige) und Roland Distel (Klavier) hat sich für diesen Abend Melodien aus Operetten und Filmen der 20er Jahre verschrieben. Paul Lincke (Berlin) und Robert Stolz (Wien) prägten die Unterhaltungsmusik der 20er weit über ihre Metropolen hinaus auf ihre je ganz eigene Weise.


Drei Rosen

Gemütvolle Walzer wie „Mon chéri, mon ami!“ kontrastieren mit Gassenhauern wie „Ist die Welt auch noch so schön“. Sie begeisterten ein Millionenpublikum. Das Trio will diese Preziosen wieder zum Leben erwecken. Das Musikprogramm wird von den Künstlern moderiert.



Sonntag, 9. August 2015 – 11:00 Uhr
Spurensuche in Alt-Steglitz

Führung durch Dr. Christian Simon

Das alte Dorf Steglitz ist fast völlig verschwunden.
Auf dieser Führung soll mit Hilfe von historischen Fotografien nach den Spuren gesucht werden.
Alt-Steglitz wurde durch verschiedene historische Epochen verändert.
Lassen Sie sich zu den Orten führen, wo einst die Dorfkirche, die Bauernhäuser und ein „arisiertes“ Kaufhaus standen.
Im Kontrast dazu liegt der Fichtenberg in Ruhe und Beschaulichkeit, wo sich wohlhabende Beamte, Industrielle, Gelehrte und Künstler sich ansiedelten.

Anmeldung: Erwünscht
Dauer: ca 2 Stunden



Sonntag, 28. Juni 2015 – 16:00 Uhr
Gertrud Fricke (1886-1974)

Ein Frauenleben in Lichterfelde

Gertrud Fricke (1886-1974) – Ein Frauenleben in Lichterfelde

Lesung aus ihren Tagebüchern

mit Regine Nachtmann und Korinna Hermann

 

Anmeldung: Erwünscht

Die Tagebücher von Gertrud Fricke, geb. Rothe, genannt Trude, beginnen im Mai des Jahres 1900 mit ihrem Eintritt in das Pensionat (sie will in ihr Tagebuch „alles hineinschreiben, was irgend bemerkenswert ist, das wird dann eine nette Erinnerung an meine Pensionszeit“) und enden im Jahr 1962; da ist sie 76 Jahre alt und fragt sich bei der Durchsicht ihrer Aufzeichnungen, „wen das einmal interessiert“. Dabei möchte sie, das erwähnt sie an mehreren Stellen der Tagebuch-Bände 1-20, eine Chronistin für zukünftige Zeiten und Generationen sein.
Das ist ihr gelungen: Diese Aufzeichnungen sind zugleich einzigartiges Zeitzeugnis, unschätzbares Dokument ihres eigenen Lebens in ihrer Entwicklung als Frau, Psychogramm eines seelisch komplizierten Menschen, interessante Spiegelung der Mitmenschen aus ihrer Perspektive und nicht zuletzt die detailreiche Wiedergabe eines Lebens in Lichterfelde (ab 1905).

Ort: Steglitz-Museum



Freitag, 26. Juni 2015 – 19:30 Uhr
Vertrag: Eine kleine Geschichte der Musikphilosophie Platonismus und Kosmologie im 16. Jahrhundert

Dr. Bernhard Morbach

Eine kleine Geschichte der Musikphilosophie Platonismus und Kosmologie im 16. Jahrhundert Bis ins 19. Jahrhundert hinein war es gewissermaßen eine Pflichtübung für die Philosophen, auch die Musik in ihre Überlegungen einzubeziehen.
Für Nikolaus von Kues zum Beispiel teilt sich in der Schönheit von Musik den Ohren des Menschen unmittelbar das Wesen Gottes mit, das die Fülle der Schönheit ist, das in die Musik »eingefaltet« ist und sich immer dann, wenn Musik erklingt, vor den Sinnen des Menschen »entfaltet«.
Ein anderer Philosoph der Renaissance, für den das »Musikdenken« von großer Bedeutung ist, ist Marsilio Ficino, dessen große Autorität der (wiederentdeckte) Philosoph Platon ist.
In seiner Schrift Geistliche Feuer verschmelzen die von den Vorsokratikern begründete Lehre einer Musik der Welt (die Vorstellung einer Harmonie der Sphären), die Philosophie Platons und ihre spätantike Erneuerung durch den Platonismus, die Philosophie der Kirchenväter, die christliche Offenbarung und uralte heidnische Weisheiten.



Mittwoch, 24. Juni 2015 – 16:00 Uhr
Frauenhistorischer Spaziergang rund um die Drakestraße

Im literarischen Salon behandelt Sabine Krusen Frauenhistorischer Spaziergang rund um die Drakestraße.
Weitere Informationen zum Programm werden von der Referentin noch
angeboten.



Sonntag, 21. Juni 2015 – 11:00 Uhr
Führung Gräber im Schatten des Wasserturms

Der Friedhof Steglitz (Dr Christian Simon)

Es ist kein Friedhof der Stars.
Eher die „Prominenz der zweiten Reihe“ fand hier ihre letzte Ruhe, so u.a. der älteste Discjockey der Welt Ewald Wenck, Bürgermeister Franz Amrehn, die Flieger Freiherr von Hünefeld und der abgestürzte Hans Loeb sowie Generaloberst Günther Korten, der beim Attentat auf Hitler ums Leben kam.
Hören Sie die Geschichten von Menschen,die von den Rotarmisten erschlagen wurden oder an der Mauer ihr Leben ließen.
Erfahren Sie außerdem ein Stück Steglitzer Geschichte, denn viele Namensgeber Steglitzer Straßen und Steglitzer Bauernfamilien sind hier begraben.
Schließlich wird das Geheimnis gelüftet, was es mit dem Pharaonenpalast am Friedhof auf sich hatte.

Dauer: ca. 2 Stunden



Sonntag, 14. Juni 2015 – 15:00 Uhr
Sommerfest 2015

& WIKING BÖRSE

Datumsänderung!

Am 14. Juni werden die kleinen legendären Modelle für die Hosentaschen im Museumsgarten zahlreiche Plätze einnehmen.
Es wird getauscht und gezeigt was Sammler an schätzenswerten Autos zu bieten haben. Es wird sozusagen ein Wiking Sommernachmittag.
Aber das, womit viele Kinder groß geworden sind – der kleinen Modellwelt, soll auch mit anderen, besonders begehrten Spielsachen an diesem Sommertag im Garten und im Haus des Museums stattfinden.
Alle Wiking Fans und alle Spielzeugsammler und Anbieter können sich für einen der über 30 Standplätze bewerben und mitmachen.
Abgerundet wird der Nachmittag mit Ständen der kleinen Dinge zum Schenken und zum Naschen.
Interessenten für einen Stand können sich im Steglitz-Museum anmelden.

Ein Stand (Tischgröße) kostet 10,00 € und einen Kuchen, der zu Gunsten des Museums verkauft wird.



Freitag, 12. Juni 2015 – 19:00 Uhr
Hildegard Knef und das Schlosspark Theater, ein Chansonabend

Mit ChansonNette und Angela Stoll am Piano

Hildegard Knef startete in Steglitz.
Über Hollywood, Broadway, England und Frankreich zurück nach Deutschland machte sie vom hochgelobten Star bis zur geächteten Künstlerin alle Höhen und Tiefen eines Künstlerlebens durch.
Sie war Filmstar, Schauspielerin, Textautorin, kritische Beobachterin und Chansonsängerin.
Zurück in Deutschland startete sie eine neue Karriere mit eigenen und für sie geschriebenen Chansons.


Mit ChansonNette und Angela Stoll am Piano

„Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen“

Eine Hommage an die große Diva



Freitag, 5. Juni 2015 – 19:30 Uhr
Vortrag: Dr Bernhard Morbach.

Teil1: Musik in der Renaissance und im Barock

Eine kleine Geschichte der Musikphilosophie Platonismus und Kosmologie im 16. Jahrhundert Bis ins 19. Jahrhundert hinein war es gewissermaßen eine Pflichtübung für die Philosophen, auch die Musik in ihre Überlegungen einzubeziehen.
Für Nikolaus von Kues zum Beispiel teilt sich in der Schönheit von Musik den Ohren des Menschen unmittelbar das Wesen Gottes mit, das die Fülle der Schönheit ist, das in die Musik »eingefaltet« ist und sich immer dann, wenn Musik erklingt, vor den Sinnen des Menschen »entfaltet«.
Ein anderer Philosoph der Renaissance, für den das »Musikdenken« von großer Bedeutung ist, ist Marsilio Ficino, dessen große Autorität der (wiederentdeckte) Philosoph Platon ist. In seiner Schrift Geistliche Feuer verschmilzt die von den Vorsokratikern begründete Lehre einer Musik der Welt (die Vorstellung einer Harmonie der Sphären), die Philosophie Platons und ihre spätantike Erneuerung durch den Platonismus, die Philosophie der Kirchenväter, die die christliche Offenbarung und uralte heidnische Weisheiten.



Mittwoch, 27. Mai 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Sich erinnern – Rückblicke – Ausblicke
Beim Hören auf unsere innere Stimme betreten wir Erinnerungsräume. Wir reisen in die Welt der Phantasie und schreiben fiktive oder autobiografische Kurzgeschichten.
Die Lust auf Schreiben und Neugier, das Schreiben mit anderen zu erleben aktivieren die Kreativität.
Methoden und Techniken werden Ihnen vermittelt.

Informationen und Anmeldung, per e-mail oder telefonisch
bei Marlis Richter, Dipl. Sozialpädagogin + Poesiepädagogin
e-mail: lisaretchir@kabelmail.de
Tel. 030 / 7680 3989



Sonntag, 24. Mai 2015 – 11:00 Uhr
Wissenschaftler, Tüftler und Industrielle – die Villenkolonien von Lichterfelde und Lankwitz

F?hrung: Dr. Christian Simon

Die Gegend, wo die Villenkolonien von Lichterfelde und Lankwitz zusammenstoßen, wurde zum Refugium für Wissenschaftler, Tüftler und Industrielle.
Manfred von Ardenne schmiss Abitur und Studium und erfand hier u. a. das Elektronenmikroskop.
Werner Ferdinand von Siemens kaufte ein Herrenhaus mit 80 Zimmern und ließ eine gewaltige Orgel installieren.
Lilienthals Haus steht allerdings nicht mehr.
Dafür resdieren hier heute der Botschafter von Libyen und die diplomatische Vertretung von Äthiopien.
Noch heute bestimmen hochherrschaftliche Villen und alte Landhäuser unterschiedlicher Epochen das Straßenbild

Anmeldung: Erwünscht
Dauer: ca. 2 Stunden


Mittwoch, 13. Mai 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Sich erinnern – Rückblicke – Ausblicke
Beim Hören auf unsere innere Stimme betreten wir Erinnerungsräume. Wir reisen in die Welt der Phantasie und schreiben fiktive oder autobiografische Kurzgeschichten.
Die Lust auf Schreiben und Neugier, das Schreiben mit anderen zu erleben aktivieren die Kreativität.
Methoden und Techniken werden Ihnen vermittelt.

Informationen und Anmeldung, per e-mail oder telefonisch
bei Marlis Richter, Dipl. Sozialpädagogin + Poesiepädagogin
e-mail: lisaretchir@kabelmail.de
Tel. 030 / 7680 3989



Samstag, 9. Mai 2015 – 19:30 Uhr
Russische Romanzen und Lieder

Lilia Milek und Giedre Kiseviciene

„O Stunde seliger Vereinung,
Wo du erschienst mit holdem Gruß, Gleich einer flüchtigen Erscheinung, reinsten Schönheit Genius!“„Schwermütig und sehnsuchtsvoll“- so kennt man die russische Seele – aber auch lebenshungrig, willensstark, übermütig und frohsinnig.

Die Sopranistin Lilia Milek und
die Pianistin Giedre Kisevicienebegeben sich auf eine Reise in die wohl authentischsten Klangwelten Russlands.
Unzählige Romanzen wurden im 19. Jahrhunder t gedichtet und vertont.
Liebeswonne, -leid und intimster Klagegesang bilden darin eine Einheit und schwingen sich in den Kompositionen von
M. Glinka, P. Tschaikowsky, N. Rimski-Korsakow und S. Rachmaninov
zu höchster Meisterschaft auf.Anmeldung: Erwünscht


Samstag, 2. Mai 2015 – 19:30 Uhr
Papsttum und Tod der Moderne in Lichterfelde

Dr. Martin A. Völker, Herausgeber heute vergessener Autoren und Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, liest aus Texten von Peter Hille (1854–1904), Peter Baum (1869–1916) und Otto von Leixner (1847–1907).
Der Dichter Hille verstirbt am 7. Mai 1904 im Kreiskrankenhaus zu Gr.-Lichterfelde, wohin ihn sein Freund, der Schriftsteller Peter Baum, gebracht hatte.
Mit Hille stirbt ein Vertreter der modernen Richtung der deutschen Literatur, die von Otto von Leixner, in seiner Zeit als Lichterfelder „Literaturpapst“ bekannt, bekämpft wird.



Mittwoch, 29. April 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Sich erinnern – Rückblicke – Ausblicke
Beim Hören auf unsere innere Stimme betreten wir Erinnerungsräume. Wir reisen in die Welt der Phantasie und schreiben fiktive oder autobiografische Kurzgeschichten.
Die Lust auf Schreiben und Neugier, das Schreiben mit anderen zu erleben aktivieren die Kreativität.
Methoden und Techniken werden Ihnen vermittelt.

Informationen und Anmeldung, per e-mail oder telefonisch
bei Marlis Richter, Dipl. Sozialpädagogin + Poesiepädagogin
e-mail: lisaretchir@kabelmail.de
Tel. 030 / 7680 3989



Samstag, 25. April 2015 – 19:30 Uhr
Vortrag: Dr Bernhard Morbach – Das Konzil von Konstanz

Keine Party ohne Musik!

Bildquelle: Konzilssitzung im Konstanzer Münster (aus der Chronik des Konzils von
Konstanz des Ulrich Richental) http://de.wikipedia.org/wiki/Konzil_von_Konstanz

Konzil von Konstanz Keine Party ohne Musik!

Anlässlich des Konzils befanden sich von 1414 bis 1418 etwa 70.000 Gäste in Konstanz. Sämtliche geistliche sowie viele hohe weltliche Würdenträger – einschließlich ihres stattlichen Anhangs – weilten in der Stadt am Bodensee.
Angesichts einer städtischen Einwohnerzahl von nur 8000 ein gewaltiges Menschenaufkommen.
Offenbar funktionierte das urbane Leben dennoch einigermaßen. Dies erhellt aus der unlängst erstmals in neuhochdeutscher Übersetzung erschienenen Chronik des Konstanzer Bürgers und Augenzeugen des Konzils, Ulrich Richental.
Er schildert uns auch die besondere »Klanglandschaft« Konstanz’ zur Zeit des Konzils, denn die hohen geistlichen und weltlichen Würdenträger hatten ihre Hofmusiker mit nach Konstanz gebracht: Sänger für die Messen und Vespern und Instrumentalensembles für musikalische Unterhaltung im Freien.
Auf der Grundlage aktueller CDs lässt sich diese Klanglandschaft detailliert rekonstruieren.


Montag, 20. April 2015 – 16:00 Uhr
Führung durch das Bundesarchiv

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Quelle:http://jensites.com/bbr/site/index.php?cat=ne&page=ne_01&lang=de

Das Bundesarchiv ist das zentrale deutsche staatliche Archiv.
Seine größte Dienststelle befindet sich seit 1995 auf dem Gelände, das 1873 bis 1878 für die preußische Hauptkadettenanstalt bebaut worden war.
Danach bewohnten das weitläufige Areal in den letzten ca. 100 Jahren fünf Institutionen und es gibt wohl kaum einen anderen Gebäudekomplex in Berlin, der in so typischer Weise ganz unterschiedliche Epochen deutscher Geschichte repräsentiert.
Interessierte erfahren bei der Führung Wissenswertes nicht nur über die Vorgängerinstitutionen, sondern vor allem über die Gegenwartsaufgaben des Bundesarchivs und besichtigen eines der modernsten Archivmagazine, das erst 2009 fertiggestellt wurde.



Samstag, 18. April 2015 – 19:30 Uhr
Jazz – A taste of Brazil

Laura Flor Corallini – voice
Sebastian Nailey – alto & tenor sax
Albrecht Gündel-vom Hofe – piano
Marcel Kroemke – double bass
Lucia Martinez Alonso – drums, percussion

Anfang Juli 1945 zogen die Amerikaner in Steglitz ein und belegten die Kasernen in der Finckensteinallee, im Gardeschützenweg und das Telefunkenwerk in der Goerzallee.
Die ehemalige Kadettenanstalt wurde in „McNair-Kaserne“ umbenannt. (Seit 1995 ist dort ein Teil des Bundesarchivs beheimatet).
Weitere 387 Häuser beschlagnahmte die US-Armee Ende 1945 und räumte sie wieder bis 1952, weil nun Gebäude eigens für amerikanische Militärangehörige gebaut wurden.
Bald schon „swingte“ und „jazzte“ der gesamte Berliner Südwesten. „Das war vor allem für die junge Generation ein nicht zu überhörendes Signal, dass der Krieg endgültig vorüber war“.
In der Ausstellung
„Lichterfelde, die letzten 150 Jahre“ wird auch darüber berichtet und es bietet sich regelrecht an, auch ausgewählte Jazzklänge im Museum anzuhören.


Mittwoch, 15. April 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Sich erinnern – Rückblicke – Ausblicke Beim Hören auf unsere innere Stimme betreten wir Erinnerungsräume. Wir reisen in die Welt der Phantasie und schreiben fiktive oder autobiografische Kurzgeschichten. Die Lust auf Schreiben und Neugier, das Schreiben mit anderen zu erleben aktivieren die Kreativität. Methoden und Techniken werden Ihnen vermittelt. Informationen und Anmeldung, per e-mail oder telefonisch bei Marlis Richter, Dipl. Sozialpädagogin + Poesiepädagogin e-mail: lisaretchir@kabelmail.de Tel. 030 / 7680 3989



Mittwoch, 1. April 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Sich erinnern – Rückblicke – Ausblicke
Beim Hören auf unsere innere Stimme betreten wir Erinnerungsräume. Wir reisen in die Welt der Phantasie und schreiben fiktive oder autobiografische Kurzgeschichten.
Die Lust auf Schreiben und Neugier, das Schreiben mit anderen zu erleben aktivieren die Kreativität.
Methoden und Techniken werden Ihnen vermittelt.



Sonntag, 29. März 2015 – 16:00 Uhr
Lyriker, Bekenntnispfarrer, Regimekritiker

Lesung aus den Tagebüchern von Siegbert Stehmann

Siegbert Stehmann (1912 – 1945)
Literat – Bekennender Theologe – Mitläufer?
Dr. Hildegard Frisius liest aus den Briefen Stehmanns

Siegbert Stehmann, geboren am 09.04.1912 in Berlin, studierte nach seinem Abitur am Grauen Kloster von 1930 bis 1936 evangelische Theologie und wurde nach dem 2. Theologischen Examen am 14. Dezember 1938 von der vorläufigen Leitung der Bekennenden Kirche Berlin-Brandenburg in der Johanneskirche Lichterfelde ordiniert. 1939 erhielt er einen Posten beim Evangelischen Pressverband für Deutschland mit Sitz in Steglitz.
Gleichzeitig arbeitete er für den Eckardt-Verlag, bei dem viele seiner Publikationen erschienen. Ein Pfarramt hat er nie ausgeübt. Obwohl er in den frühen 30er Jahren der NSDAP und der SA beitrat, sprechen seine Lyrik, Prosa und Feldpostbriefe für eine hohe Sensibilität dem Zeitgeschehen gegenüber.
Stehmann wäre als Theologe nicht zum Waffendienst verpflichtet gewesen, wurde aber 1940 zur Infanterie eingezogen, zunächst nach Norwegen und 1941 nach Karelien, von dort aus Teilnahme am Russlandfeldzug. Nach seiner Genesung von einer schweren Verwundung 1942 nahm er an einem Offizierslehrgang in Wiesbaden teil.
1944 kam er zum Divisionsstab in Polen, wurde wegen kritischer Äußerungen denunziert, in einem Kriegsgerichtsverfahren freigesprochen, aber wieder an die Front versetzt. Im Januar 1945 ist er gefallen.

Veranstalter: Steglitz-Museum, Kulturamt Steglitz-Zehlendorf

Anmeldung: Erwünscht



Freitag, 27. März 2015 – 19:30 Uhr
Vortrag Dr Bernhard Morbach I I.Teil Musik in der Antike und im Mittelalter


Mittwoch, 25. März 2015 – 18:00 Uhr
Literarischer Salon – Frauenpersönlichkeiten in der Reformation

Vortrag über die Berlinerin Elisabeth von Dänemark (1485-1555), die in unserer Stadt maßgeblich zur Durchsetzung des neuen Glaubens beitrug.



Freitag, 20. März 2015 – 19:00 Uhr
Der Mut des Fliegers

Ein Film über Adolf Reichwein

Gespräch im Anschluss mit
Sabine Reichwein

Adolf Reichwein (1898-1944) war in der Jugendbewegung, Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg, danach entschiedener Kriegsgegner, Pädagoge und im Widerstand gegen die Diktatur der Nationalsozialisten seit den 30er Jahren aktiv tätig.
Er war ein Weltbürger mit außergewöhnlichem Weitblick und einem reichen Erfahrungsschatz aufgrund seiner ausgedehnten Weltreisen nach Süd- und Nordamerika, Asien, Japan und China im Besonderen schon in den 20er Jahren, und seiner Leidenschaft für die Sportfliegerei.
1939 begann er in Berlin am Museum für Deutsche Volkskunde eine Museumspädagogische Abteilung aufzubauen, in der er Kindern und Schulklassen unterschiedliche Handwerksbereiche vorstellte und in die Handarbeit einbezog.
Bis 1943, bis zur Ausbombung, lebte er mit seiner Familie in Berlin-Steglitz-Südende. Zu den Mitgliedern des „Kreisauer Kreises“ um Helmuth James von Moltke und Peter Yorck von Wartenberg gehörte auch Reichwein.
1941 wurde in Steglitz das jüngste seiner vier Kinder, Sabine, geboren, die den Film „Der Mut des Fliegers“ vorstellen und gerne die Fragen der Besucher beantworten wird.

Der Film zeigt die ganze Breite seines mutigen, auch von Brüchen geprägten Lebens.



Mittwoch, 18. März 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter



Sonntag, 15. März 2015 – 16:00 Uhr
Sonntagskonzert – ERLESENES

von Komponisten aus Steglitz-Lichterfelde-Zehlendorf

 

Das Program als PDF-Datei


Quelle: Archiv Heimatverein Steglitz e.V. Steglitz-Museum:
Fritz Bersch, Im Caféhaus

Komponisten:
Siegfried Borris (1906-1987)
Max Bruch(1838-1920)
Erwin Dressel (1909-1972)
Martin Grabert ( 1868-1951)
Arnold Ebel (1883-1963)
Sebastian Peschkow (1909-1987)
Curt Protze (1891-1967)

Ausführende:
Mirjam Parma
Uta Runne
Nicole Tschaikin – Gesang

Raimund Eckertz – Viola
Peter Michel – Oboe
Reinhard Schönemann – Klarinette
Siegfried Schubert-Weber,
Yannick Wirner – Klavier

 

 



Mittwoch, 11. März 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Sich erinnern – Rückblicke – Ausblicke
Beim Hören auf unsere innere Stimme betreten wir Erinnerungsräume. Wir reisen in die Welt der Phantasie und schreiben fiktive oder autobiografische Kurzgeschichten.
Die Lust auf Schreiben und Neugier, das Schreiben mit anderen zu erleben aktivieren die Kreativität.
Methoden und Techniken werden Ihnen vermittelt.

Informationen und Anmeldung, per e-mail oder telefonisch
bei Marlis Richter, Dipl. Sozialpädagogin + Poesiepädagogin
e-mail: lisaretchir@kabelmail.de
Tel. 030 / 7680 3989



Freitag, 6. März 2015 – 19:30 Uhr
Vortrag Dr Bernhard Morbach I .Teil: Musik in der Antike und im Mittelalter

Der Veranstaltungskalender 1/2015 ist im Aufbau.
Sie sehen hier bald die entsprechenden Informationen zu dieser Veranstaltung.


Mittwoch, 4. März 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Sich erinnern – Rückblicke – Ausblicke
Beim Hören auf unsere innere Stimme betreten wir Erinnerungsräume. Wir reisen in die Welt der Phantasie und schreiben fiktive oder autobiografische Kurzgeschichten.
Die Lust auf Schreiben und Neugier, das Schreiben mit anderen zu erleben aktivieren die Kreativität.
Methoden und Techniken werden Ihnen vermittelt.



Samstag, 28. Februar 2015 – 19:30 Uhr
Cello, Sax & Co.

Der Veranstaltungskalender 1/2015 ist im Aufbau.
Sie sehen hier bald die entsprechenden Informationen zu dieser Veranstaltung.



Mittwoch, 25. Februar 2015 – 18:00 Uhr
Literarischer Salon mit Sabine Krusen Familie Wygodzinski, Stifter des israelischen Lehrerinnenheim in Lichterfelde, Ärzte, – Engel der Armen –



Mittwoch, 18. Februar 2015 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter

Der Veranstaltungskalender 1/2015 ist im Aufbau.
Sie sehen hier bald die entsprechenden Informationen zu dieser Veranstaltung.



Mittwoch, 10. Dezember 2014 – 18:00 Uhr
Schreibwerkstatt mit Marlis Richter