Die Liedkunst der Trobadors und das Ideal der Höfischen Minne Möglichkeiten der heutigen Verlebendigung einer »Musik ohne Noten«

Steglitz Museum Drakestraße 64a, Berlin

Vortrag mit Dr. Bernhard Morbach Die Lieder der Trobadors sind in okzitanischer Sprache, der langue d’oc, gedichtet. Die Troubadourpoesie erblühte im 12. Jahrhundert vor allem in Aquitanien, einer Landschaft zwischen den Pyrenäen und der Garonne. Die Auseinandersetzung mit der Überlieferung der einstimmigen weltlichen Liedkunst gestaltet sich in der Alten Musik heutzutage besonders problematisch. Denn dDiese Kunst ist – was den musikalischen Aspekt betrifft – verklungen, denn sie war eingebunden in

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Musik in der Hof- und Festkultur der Renaissance (6) Die Intermedien zu La Pellegrina (Florenz 1589)

Steglitz Museum Drakestraße 64a, Berlin

Vortrag von Dr. Bernhard Morbach Die Intermedium, Intermezzo, Intramento oder anders genannten musikalischen Zwischenspiele wurden seit der Wiederentdeckung der antiken Dramenform gegen Ende des 15. Jahrhunderts zwischen den üblicherweise fünf Akten dieser Schauspiele gespielt. Anlässlich der Hochzeit von Ferdinando I. de’ Medici mit Christine von Lothringen wurde am 2. Mai 1589 im Uffizientheater in Florenz die Komödie La Pellegrina des Dichters Girolamo Bargagli aufgeführt, verbunden mit sechs prunkvoll ausgestatteten Intermedien

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Tanzmusik der Renaissance – Hochkultur höfischer Unterhaltung (1)

Steglitz Museum Drakestraße 64a, Berlin

Vortrag von Dr. Bernhard Morbach Entstehung der Schriftkultur der Tanzes • Tanzmeister und -lehrer Im europäischen Mittelalter war der Tanz – und dies gilt für alle Bevölkerungsschichten – eingebunden in eine schriftlosen Tradition. Die wenigen Tanzaufzeichnungen aus dem 13. und 14. Jahrhundert sind als minimaler Reflex einer blühenden und vielfältige Tradition zu werten. Die Verschriftlichung des Tanzes, die sich sowohl die Aufzeichnung der Musik als auch die Festlegung der Tanzschritte

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Tanzmusik der Renaissance – Hochkultur höfischer Unterhaltung (2)

Steglitz Museum Drakestraße 64a, Berlin

Vortrag von Dr. Bernhard Morbach Tanztypen und -gattungen • Tanzsammlungen und -drucke Von der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts an bildet sich ein immer größer werdendes Spektrum unterschiedlicher Tanztypen in den Quellen ab, die sich in musikalischer Hinsicht hauptsächlich in Taktart und Tempo unterscheiden. Um 1550 sind es etwa zehn unterschiedliche Typen: die (eher) langsamen Schreittänze Basse danse, Branle, Pavane, Passamezzo, Allemande, und die (eher) schnellen Springtänze Saltarello, Piva, Tourdion,

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Tanzmusik der Renaissance – Hochkultur höfischer Unterhaltung (3)

Steglitz Museum Drakestraße 64a, Berlin

La pellegrina. Public domain. Vortrag von Dr. Bernhard Morbach »Musik als Tanz«: Stilisierung von Tänzen in der Instrumentalmusik des 16. Jahrhunderts • Die »symmetrische Taktordnung«: Musikgeschichtliches Fortwirken des Grundprinzips tänzerischer Musik Zwei Typen von tänzerischer Musik sind zu unterscheiden: 1. Musik zum Tanz und 2. Musik als Tanz. Bei ersterem Typus handelt es sich um solche Musik, zu der getanzt wurde (also um tänzerische Gebrauchsmusik in den Bereichen Gesellschafts- und

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Der Thesaurus linguae Latinae: Das Lateinwörterbuch als wissenschaftliches Großunternehmen in München (und ein wenig auch in Berlin)

Steglitz Museum Drakestraße 64a, Berlin

Vortrag von Dr. Manfred Flieger (BAdW München) Johannes Stroux, dem eine der aktuellen Ausstellungen des Steglitz Museums gewidmet ist, spielte zu seinen Lebzeiten eine maßgebliche Rolle bei dem in München angesiedelten Großunternehmen der deutschen und vieler internationaler Akademien. Der Thesaurus linguae Latinae ist das erste vollständige wissenschaftliche Wörterbuch des antiken Lateins von den Anfängen bis 600 n. Chr. Als einziges Lexikon berücksichtigt es neben der klassischen Latinität auch die Besonderheiten

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Johann Jacob Froberger – der deutsche ›Tastenlöwe›‹ des Frühbarock

Steglitz Museum Drakestraße 64a, Berlin

Vortrag Dr. Bernhard Morbach Im Hinblick auf das Virtuosentum erweist sich die Musikkultur unserer Zeit als anachronistisch anspruchslos. Von einem Pianisten zum Beispiel erwartet man lediglich eine zirzensische Fingerfertigkeit. Insofern diese sich dann noch auf eine gewisse Portion guten musikalischen Geschmacks gründet (›Man sollte Mozart nicht so spielen wie Liszt‹), ist das eigentlich schon zu viel des Guten, denn nur wenige Klassik-Hörer sind dazu in der Lage oder willens, die

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